Cranberry Infos
Unser erklärtes Ziel ist es, die Cranberry, zu deutsch: großfrüchtige Amerikanische Moosbeere, in Europa einzuführen. Unsere Versuchsfelder dienen dem Zweck, diese noch weitgehend unbekannte Frucht auf Anbaueignung zu untersuchen.
Die Cranberry ist botanisch eng mit Blaubeeren, Preiselbeeren und Moosbeeren verwandt und in Amerika schon lange ein Renner. Kein Wunder, denn sie wurde bereits von den Ureinwohnern und später von den neuen Siedlern aus Europa fantasievoll eingesetzt.
Riesige Cranberryflächen findet man in den nördlichen Staaten der USA, in angrenzenden kanadischen Provinzen und mittlerweile auch in Chile.
Die Erlebnisse während unserer Reisen haben einen unauslöschbaren Eindruck hinterlassen und den Willen verfestigt, die ersten Gehversuche mit Cranberry in Deutschland auszubauen. In vielerlei Hinsicht weichen amerikanisches Vorbild und europäische Bedingungen voneinander ab. Es gilt, Anbau- und Erntemethoden zu optimieren, die den hiesigen Gegebenheiten Rechnung tragen.

- Nassernte in den U.S.A. (
www.cranberries-usa.de)
Cranberries enthalten sehr viel Vitamin C. Zur Zeit der großen Windjammer führten die amerikanischen Schiffe daher Cranberries in Fässern mit kaltem Wasser mit, um die Mannschaft vor dem gefürchteten Skorbut zu schützen. So manche Seeräuberschlacht mag wohl zum Untergang von Segelschiffen geführt haben, deren Cranberry-Vorrat samt Fässern an fremde Küsten gespült wurden. Auf der holländischen Insel Terschelling soll ein solches Faß, das am Ufer zerschellte, Ursprung für wild wachsende Cranberries sein. Ihre feste Wachshülle und der natürliche Gehalt an konservierende Benzoesäure halten Cranberries lange frisch, leicht gekühlt (Kellertemperatur) sogar über Monate.
Aus den zarten rosa-weißen Blüten bilden sich im Sommer grüne Früchte. Im Spätsommer färben sich die Cranberries endlich kräftig rot und mit dem Herbst bricht die Cranberry-Genießer-Saison an.
Mehr Erfrischung und Aroma
Frische Cranberries schmecken herb, aber die Verwendungsmöglichkeiten sind zahlreich: neben der konventionellen Verarbeitung mit Hilfe von Zucker zu Kompott und Gelee gibt es köstliche getrocknete Früchte zum Knabbern "Craisins"), Müsli-Riegel, phantasievolle Saucen (kombiniert mit Orange, Nüssen, Portwein etc...), Milchprodukte und Backwaren. Der herb-fruchtige unnachahmliche Geschmack liegt voll im Trend der Zeit. Cranberry-Nektar ist das wohl bedeutendste Produkt und hat bei Amerikanern einen vergleichbar hohen Stellenwert wie bei uns der Apfelsaft.
Dieses erfrischende Getränk spiegelt pures Aroma wider, auf Geschmacksverstärker und aufwendige Rezepturen kann man bei der Cranberry-Verarbeitung getrost verzichten. Dazu noch die unglaublich leuchtend-rote Farbe dieses Durstlöschers - einfach unwiderstehlich!
Unser Bestseller ist und bleibt der pure Cranberrysaft – 100 % Power für das Immunsystem (erhältlich im webshop)
Von Pilgrims, Pemmican und Pfeilwunden
Lange bevor die Pilgrims aus England 1620 den amerikanischen Kontinent betraten, bereiteten die Indianer eine Speise zu, die außer getrocknetem Rindfleisch und geschmolzenem Fett auch zerriebene Cranberries enhielt. "Pemmican" so der Name dieses "Energieriegels", war wohlschmeckend und lange haltbar. Außerdem wurden der Cranberry von den Indianern heilende Kräfte zugesagt. Die Medizinmänner bereiteten aus Cranberries Breiumschlag, der Gift aus Pfeilwunden herauszog. Den Squaws diente der intensive rote Saft zum Färben von Gewändern und Bemalen des Körpers. Die Pilgrims gaben der Cranberry ihren jetzigen Namen. Sie erkannten in den pinkfarbenen Blüten die Köpfe von Kranichen, daher die Bezeichnung "crane berry", später verkürzt in Cranberry.
Als flacher Bodendecker gepflanzt verwandeln sich deine Beete mit Cranberry in überquellende Beerenteppiche. Man kauft die Pflanze als Topfpflanze, so bringt der Wurzelballen viele Feinwurzeln mit, die wichtig sind für schnelles Anwachsen. Cranberries können das ganze Jahr über gepflanzt werden, unbedingt durchdringend wässern während der Anwachsphase. Pro m² benötigt man 9 - 12 Pflanzen. Ein Teichufer wird mit Cranberries besonders schön, wobei die Ranken auch längere Zeit unter Wasser stehen können, ohne Schaden zu nehmen. Cranberries wachsen auf allen kalkarmen, luftdurchlässigen, nicht zu trockenen Böden, am wohlsten fühlen sie sich in humosem Sand oder Torf oder allen Torfersatzstoffen.
Eine einzige ausgewachsene Pflanze kann bis zu 100 kirschgroße Früchte hervorbringen, ohne je ein Gramm Dünger zu sehen. Die Riesenbeeren überschwemmen die sattgrünen Blätter geradezu mit ihrer Pracht, so daß man meinen könnte, jemand hätte Beeren kiepenweise ausgeschüttet. Selbst im Winter bleibt Cranberry eine Zierde im Garten, denn Laub und Früchte werden nicht abgeworfen.
Rotes Gold
Die Cranberryfarmer in den USA ernten jährlich weit über 150 Millionen kg Cranberry, eine gigantische Zahl und doch nicht genug, um die Nachfrage zu decken, denn mit den brandaktuellen Entdeckungen über den sensationellen Gesundheitswert hat der Cranberry-Verzehr eine neue Dimension erreicht. Kaum vorstellbar, dass es in Zeiten der weltweiten Überproduktionen noch so etwas gibt. Cranberry-Produkte sind in den Staaten allgegenwärtig, in den privaten Haushalten ebenso wie in allen Restaurants, und auch hierzulande wächst der Bekanntheitsgrad stetig.
Die mysteriösen Kräfte dieser Beeren, die schon von den Ureinwohnern gepriesen wurden, finden heute in der Medizin endlich ernsthafte Beachtung. Bioaktive Substanzen wirken nachweislich antioxidantisch (Schutz vor Krebs und Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, Verzögerung der Zellalterung) antibakteriell (Anwendungsgebiet z. B. Nieren-Blasen-Harnwegsinfektionen) und antiparasitär (siehe www.zellkreis.de/tamaralebedewa.php). In Australien erhalten Strahlungspatienten Cranberry zur Reduzierung der Nebenwirkungen von radioaktiven Strahlen, in Russland beinhaltet ein Gesundheitsprogramm für Tschernobyl-Opfer die Ernährung mit Cranberries. In den USA verschreiben Ärzte Cranberry-Extrakt anstelle von Antibiotika, denn die heilende Wirkung im Blasen-Nieren-Harnwegstrakt ist in den USA nachgewiesen worden (Rutgers Universität, New Jersey 1998).
Cranberry gegen Metastasen
Rote Säfte haben es in sich – vor allem Cranberry-Saft, aus der in Nordamerika verbreiteten und bei uns eingeführten ‚Großfrüchtigen Moosbeere’ (Vaccinium macrocarpon). Wie auch Trauben-, Heidelbeer- oder Johannisbeersaft ist er reich an Radikalenfängern (Anthocyanen), die unseren Körper vor schädlichen Sauerstoffverbindungen schützen. Bisher ist der Saft für seine heilende und lindernde Wirkung bei Harnwegsproblemen bekannt. Wissenschaftler der Universität von Massachusetts in Dartmouth konnten auch zeigen, dass Extrakte aus Cranberry im Experiment wichtige Veränderungen in Krebszellen bewirken. Krebszellen wachsen nicht mehr weiter, wenn sie mit Extrakt aus Cranberry behandelt werden. Beeindruckt hat die Forscher, dass behandelte Krebszellen sich offenbar nicht mehr aus ihrem Zellverband lösen können. Viele Tumorzellen besitzen Eiweißbausteine (Proteinasen), die wie kleine Scheren die Verankerungen durchschneiden, mit denen die Zellen im Krebstumor zusammenhalten. Zellen können sich aus der Geschwulst lösen und anderen Stellen im Körper Metastasen bilden. Werden Krebszellen mit Cranberry-Saft behandelt, fehlen diese Scheren – die Zellen können sich nicht mehr ablösen. Die Wissenschaftler hoffen, dass sie die neuen Ergebnisse nutzen können, um Mittel gegen die Metastasenbildung bei Krebserkrankungen zu entwickeln. (Aus ‚Umweltmagazin’ – Naturgemäß leben)











